Einschätzung zur aktuellen Reise-Situation in Nepal

Trekking Welten und der Reisebuchautor (Nepal – Trescher Verlag Berlin) und Nepal-Kenner Ray Hartung geben, unter Einbeziehung von Augenzeugenberichten nepalesischer Freunde und Kollegen, die folgende Stellungnahme zur aktuellen Situation vor Ort in Nepal ab:

Nepal lebt zu einem sehr großen Teil vom Tourismus. Die vielen verschiedenen im Land siedelnden Völker gehören zu den freundlichsten touristischen Gastgebern weltweit. Die Menschen freuen sich über Besucher aus aller Welt und ermöglichen dem Reisenden durch ihre Unterstützung, Hilfsbereitschaft und Unvoreingenommenheit phantastische Erlebnisse in eine grandiose und abwechslungsreiche Geschichts-, Kultur- und Naturlandschaft.

Obwohl die tragischen Ereignisse der letzten Zeit nach wie vor in vielen Gegenden spürbar sind, gehen die Nepali mit großer Zuversicht in die Zukunft. Dabei helfen ihnen ihr Glauben und unsere Unterstützung, die noch lange für den Wiederaufbau gebraucht wird.
Mit großem Fleiß werden die Bewohner des Landes nach dem Monsun daran gehen ihre Dörfer und Lodges wieder aufzubauen um die Gäste in der kommenden Herbstsaison wieder willkommen zu heißen.

Gerade jetzt, nach den Erdbeben, braucht das Land Touristen dringender denn je!

Die Gesamtsituation im Land hat sich stabilisiert und – so gut möglich – normalisiert. Nepal ist mit wenigen Einschränkungen wieder gut zu bereisen. Hier die Fakten dazu:

  • Nur 8 der 75 Distrikte Nepals sind überhaupt von den Erdbeben betroffen.
  • 3 der 8 UNESCO Weltkulturerbestätten sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Durbar Square in Kathmandu und der Changu Narayan Tempel sind zu etwa 40%, der Durbar Square in Bhaktapur zu etwa 5% zerstört.
  • Von den 10 Nationalparks sind 2 – Langtang und Shivapuri, diese leider sehr stark – von den Auswirkungen des Erdbebens betroffen.
  • Die meisten Trekkingrouten sind wieder sicher begehbar. Ausnahmen bilden das besonders stark betroffene Langtang und Helambu-Gebiet, das Rolwaling, Teile des Ganesh- und des Lamjung-Himal und die Runde um den Manaslu. Wir gehen davon aus, dass bis auf das Langtang und Helambu im Herbst alle Routen wieder begehbar sind.
  • Die Inlandflughäfen und der internationale Flughafen in Kathmandu sind wieder in normalem Betrieb.
  • Mehr als 85 % aller Hotels im Kathmandu-Tal sind wie vor den Beben geöffnet.
  • Die Hotels in Pokhara und im Chitwan-Nationalpark waren nicht betroffen.
  • Alle Hotels, in denen unsere Gäste untergebracht sind, wurden einer Prüfung unterzogen – sie sind sicher!
  • Alle wichtigen Straßen im Land sind wieder sicher befahrbar.
  • Die Kommunikationseinrichtungen wie Telefon, Internet und Mobilfunknetze funktionieren wieder, ebenso die Geldautomaten.

Es gibt wirklich keinerlei Grund Reisen nach Nepal, außer ins Langtang- und Helambu-Gebiet, nicht anzutreten. Bis auf die genannten Ausnahmen werden wir alle Reisen wie geplant durchführen können! Ray Hartung wird im August selbst nach Nepal reisen um vor Ort die nötigen Details dazu persönlich zu klären.

Bei allem Optimismus sammeln wir dennoch weiter Spenden für unsere Projekte vor Ort um der betroffenen Bevölkerung zu helfen!

Vorträge am 05.05. und 19.05.2015

Am 05.05.2015 und 19.05.2015 hält Ray Hartung in Dresden-Tolkewitz einen Nepalvortrag mit aktuellen Bildern und gibt Hinweise zu Möglichkeiten der Unterstützung.

  • Beginn: 20:00 Uhr
  • Ort: Restaurant Tolkewitz, Wehlener Str. 26/Ecke Ankerstraße, Dresden
  • Straßenbahn: Linie 4 und 6, Johannisfriedhof

Wir hoffen, dass viele Leute zum Vortrag kommen und uns in unseren Bemühungen, Nepal und seinen Menschen zu helfen, unterstützen werden.

Es wird dort nichts mehr so sein wie es einmal war, ABER Nepal wird trotzdem ein sehenswertes und beeindruckendes Land bleiben!

Spende für den Bau von Unterkünften überwiesen

Wir haben heute 2.000 € an die Dolpo Tulku Charitable Foundation (DTCF) überwiesen, damit monsunresistente Unterkünfte gebaut werden können.

weitere Informationen

Erste Hilfsgüter sind nach Gorkha unterwegs

Unsere Spendenaktion für die Erdbebenopfer steht heute um 09:00 Uhr bei 5.076,07 Euro.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

Letzte Nacht gingen die ersten, aus Eueren Spenden mitfinanzierten, Hilfsgüter (Zelte und Decken) in die nahe dem Epizentrum gelegene und fast völlig zerstörte Stadt Gorkha.

zelte gorkha 001

Update zur aktuellen Lage: 28.04.2015 11:30 Uhr

Die Erde scheint sich in Nepal zu beruhigen. In den letzten 12 Stunden waren „Nur“ noch 5 Beben zwischen 3,9 und 4,8 registriert. Hoffen wir, dass es endlich aufhört.

Allerdings sind die Ausmaße der Naturkatastrophe unübersehbar. Vor allem die Situation in den Bergdörfern ist völlig unklar und lässt sich nur erahnen, es ist leider mit dem Schlimmsten zu rechnen.

Die Furcht vor weiteren Beben, die Trauer um die Opfer, die Sorgen um jene von denen es noch kein Lebenszeichen gibt, die immensen Zerstörungen der bisher schon schlechten Infrastruktur, an den Wohngebäuden, Schulen, Krankenhäusern und den Kulturdenkmälern, das Fehlen von medizinischer Ausrüstung, von Wasser und Lebensmitteln machen die Lage im Land extrem schwierig. Das momentan schlechte Wetter macht die Situation noch schlimmer.

Etwa 1 Million Menschen und davon viele, viele Kinder stehen vor dem buchstäblichen NICHTS! Sie benötigen ganz dringend schnelle Hilfe!

Wir möchten uns bei allen bedanken die ihre Mithilfe an unserem Spendenprojekt angeboten und schon gespendet haben!

 

Bitte hört nicht auf!

Update zur aktuellen Lage: 27.04.2015 12:00 Uhr

Leider ist die Zahl der Opfer mittlerweile auf mehr als 3500 angestiegen und es ist zu befürchten, dass es noch viel mehr sein werden.
Wir haben heute Morgen mit unserem langjährigen Freund und Begleiter Lakpa Sherpa telefoniert, ihm und seiner Familie geht es gut und auch ihr Haus steht noch. Ebenso haben wir Nachrichten von allen unseren Gästen, uns bekannten Guides und Trekkingführen, dass sie in Sicherheit sind. Gott sei Dank!
Wir haben erste konkrete Hilfsmaßnahmen der Dolpo Tulku Foundation vorliegen und hoffen hier schon ganz bald direkt helfen zu können.
Soeben erreichten uns auch aktuelle Bilder aus Kathmandu, die Menschen fürchten sich noch immer in ihre Häuser zu gehen und campieren in einfachsten Unterkünften im Freien.
Wir werden in den nächsten Tagen eine Internetseite einrichten auf der wir die Hilfsaktionen vorstellen und begleiten werden. Wir richten uns auf eine seh langwierige Hilfsaktion ein.
Vielen Dank für die bisher eingegangenen Spenden!
Bitte nicht nachlassen mit dem Verbreiten des Spendenaufrufes – die Menschen brauchen dringend unsere Hilfe!!!

Update zur aktuellen Lage: 26.04.2015 13.00 Uhr

Nach einem erneuten Beben der Stärke 6,9 diesmal nordöstlich von Kathmandu mit Epizentrum in der Gaurisahnkar Conservation Area und insgesamt 33 Beben über Stärke 4,5 in der Region, in den letzten 24 Stunden, steigt die offizielle Zahl der Opfer auf mehr als 2.000 und auf über 5.000 Verletzte – diese Zahlen werden sicher weiter steigen. Etwa 90% der Dörfer im Bezirk Dhunche und viele im Langtang und Helambu sind von der Landkarte verschwunden.

Bitte helft Nepal!